PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

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micha_syncro
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PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon micha_syncro » Di 6. Nov 2018, 12:09

Hallo,

das Thema ist schon alt, ich konnte aber über die Suche nichts dazu finden. Die Gummiteile an der Vorderachse meines Syncros sind alle recht rissig geworden. Deshalb wollte ich die über den Winter mal austauschen. Bei TK gibt es PU Fahrwerksbuchsen. Diese sollen die Eigenbewegung im Fahrwerk deutlich reduzieren, was zu einem besseren Ansprechverhalten und damit zu einer besseren Straßenlage führen soll (https://tk-carparts.de/). Das klingt eigentlich gut! Spricht etwas gegen PU Buchsen? Kriegt man die originalen Gummiteile noch? Zum teil hab ich die auch bei TK gesehen...
Viele Grüße aus dem Süden :sun , Michi
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blau-blauer 14" Syncro, selbst ausgebaut, AAZ, ZA + 3 Familienmitglieder ;-)
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Hargesheimer
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon Hargesheimer » Di 6. Nov 2018, 12:31

Hallo Micha,

PU ist härter als Gummi. Dürfte der Grund sein, daß die Eigenbewegungen reduziert werden. Logischerweise ist dadurch bei PU aber auch die Dämmfunktion weniger ausgeprägt als bei Gummi.

Ich habe vor einem Jahr PU-Buchsen einbauen lassen, gleichzeitig neue Stoßdämpfer. Seitdem spürt man Fahrbahnstöße unangenehm deutlich im Lenkrad. Das fällt auf 90% meiner gefahrenen Strecke nicht auf. Auf den restlichen Strecken mit kurz hintereinander liegenden Wellen, z.B. manche Autobahnen, ist das nervend. Welchen Anteil die neuen Dämpfer und die PU-Buchsen haben, kann ich nicht genau sagen, ich tippe aber auf die Buchsen, eben wegen der größeren Härte.

Eine Verbesserung im Fahrverhalten kann ich nicht feststellen, das war vorher schon top.

Wenn du Wert auf Komfort legst, nimm eher Gummi. Wobei mir die Erfahrung mit den aktuell lieferbaren Gummibuchsen fehlt. Es gibt Stimmen die sagen, die Dinger sind weniger haltbar als früher.

Grüße aus Reutlingen
Ralf

Scorb
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon Scorb » Di 6. Nov 2018, 13:49

Moin,

die PU Buchsen kommen ursprünglich aus dem Motorsport, wo ein möglichst direktes Fahrwerk gewünscht ist um entsprechend am Limit fahren zu können.
Die Gummibuchsen erfüllen wie Ralf schon sagte auch eine Dämpfungsfunktion um die Lebensdauer der Achsteile bei schlägen zu verbessern. Diese ist im Motorsport ebenso wie der Komfort zweitrangig.
Meiner Meinung haben die PU Buchsen in unseren syncros nix verloren (ich betreibe selber Motorsport und selbst da fahre ich im Rallycross Gummibuchsen)
Neue Gummibuchsen, die nich ausgeleiert, hart und/oder rissig sind, werden sich auch noch einmal besser anfühlen, als deine kaputten.
Meine Empfehlung an dich wäre neue Gummibuchsen, immer auf den korrekten Reifendruck zu achten und gegebenen Falls die Stoßdämpfer zu wechseln. Die Bilstein B6 Dämpfer fahre ich im Motorsport und die fahren sich in meinem Renner richtig gut. Was man so hört sind die für den syncro auch klasse, so als kommentar, wenn die Qual der Wahl ansteht ;-)

Gruß Hinnerk

tosyncro
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon tosyncro » Fr 9. Nov 2018, 00:09

moin,
ich würde alles aus gummi nehmen, ausser das innere lager der schwinge.
da macht sich das PU-teil echt gut und der einbau geht ohne demontage.
gruss
thorsten

Scorb
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon Scorb » Fr 9. Nov 2018, 05:46

Moin Thorsten,

ich glaube dir, das sich die PU Buchse innen vom Fahrverhalten positiv bemerkbar macht.
Jedoch möchte ich anmerken, das dies vom Blickwinkel der Schwinge aus betrachtet möglicherweise nicht so toll ist, da die Stossenergie ja irgendwo hin muss.
Beispiel, das Rad fährt durch ein Schlagloch. Es bewegt sich dabei erst nach unten ins Loch hinein und dann nach hinten und oben, wenn es auf die vordere Schalglochkante trifft. Duch die asymetrische Positionierung der Buchsen im Bezug auf das Rad wird die äussere Buchse hach hinten gezogen und die innere Buchse nach vorne gedrückt. So weit kein Problem, aber da die Buchsen eine Breite haben werden sie durch die Drehbewegung richtung Fahrzeugmitte von der Schwinge auch noch verschränkt. Und diese Verschränkung ist das Problem für die Schwinge. Durch die unterschiedliche Härte der Buchsen vergrössert sich auch der Unterschied in der Verschränkung und diesen Unterschied muss die Schwinge durch eine höhere Eigenverschränkung ausgleichen.

Das ist alles erst einmal theoretisch betrachtet. Wie sehr sich das in der realität auswirkt kann ich nicht sagen, dafür müsste man den Fall konkret berechnen. Es kan also durchaus sein, das meine Anmerkung eine zu vernachlässigende grösse hat, oder auch nicht.

Gruss Hinnerk

Bernd68
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon Bernd68 » Fr 9. Nov 2018, 06:50

Moin,

ich hab bei meiner 16èr Doka das inneren Lager der Schwinge mit PU. Hauptkriterium war der leichte Ein- und Ausbau.
Das Fahrverhalten auf der Straße ist damit tatsächlich deutlich strammer geworden - und zwar deutlich und für jeden spürbar.

Unter den beiden Aspekten würde ich das jederzeit wieder so machen; fährt sich gut und fühlt sich gut an: Einbau easy :-)

Wie sich dieser Tausch im wirklichen Gelände bemerkbar macht kann ich nicht sagen. Einen holprigen Feldweg geht auch so ohne Probleme und mehr mach ich mit der 16èr auch nicht.

Gruß Bernd

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muecke
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon muecke » Fr 9. Nov 2018, 08:08

Hargesheimer hat geschrieben:Ich habe vor einem Jahr PU-Buchsen einbauen lassen, gleichzeitig neue Stoßdämpfer. Seitdem spürt man Fahrbahnstöße unangenehm deutlich im Lenkrad. Das fällt auf 90% meiner gefahrenen Strecke nicht auf. Auf den restlichen Strecken mit kurz hintereinander liegenden Wellen, z.B. manche Autobahnen, ist das nervend. Welchen Anteil die neuen Dämpfer und die PU-Buchsen haben, kann ich nicht genau sagen, ich tippe aber auf die Buchsen, eben wegen der größeren Härte.

Dem kann ich so zustimmen. Letztes Jahr habe ich meinem Bus (14 Zoll) neue Stoßdämpfer (B6), neue Serienfedern und neue Gummiteile an der Vorderachse spendiert. Dabei habe ich nur für die Querlenker innen (oben und unten) auf die PU-Variante zurückgegriffen. Seither empfinde ich das mit den Stößen genau wie Ralf es beschreibt. Allerdings tippte ich bislang eher auf die neuen Stoßdämpfer als "Übeltäter". Die Bilstein B6 sind ja bekanntlich deutlich härter. Speziell wenn der Bus "leer" ist, also ohne Campingausbau etc., soll sich das bemerkbar machen. Das ist bei meinem 14 Zoll Syncro (noch) der Fall und es war somit eine Investition in die Zukunft, wenn der Ausbau fertig ist wird das Gewicht deutlich höher sein. Ich hoffe, dass dann die Fahrbahnstöße nicht mehr so unangenehm zu spüren sind. Besserung hat mittlerweile schon die neue Bereifung gebracht: vor zwei Wochen hat mein Bus neue Felgen und Reifen bekommen (15 Zoll + BFG AT) und es ist spürbar besser geworden.

Hargesheimer hat geschrieben:Eine Verbesserung im Fahrverhalten kann ich nicht feststellen, das war vorher schon top.

Bei mir hingegen hat die komplette Frischzellenkur der Vorderachse das Fahrverhalten deutlich besser gemacht. Es war aber auch wirklich schlecht vorher. :lol: Allerdings würde ich nicht sagen, dass das jetzt ausschließlich an den PU-Buchsen liegt. ;-)
Beste Grüße, Daniel
'88er Caravelle GL Syncro, DJ 2,1 WBX --> ausbaufähig :bier

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Hargesheimer
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon Hargesheimer » Fr 9. Nov 2018, 09:01

muecke hat geschrieben:............. Letztes Jahr habe ich meinem Bus (14 Zoll) neue Stoßdämpfer (B6), neue Serienfedern und neue Gummiteile an der Vorderachse spendiert. Dabei habe ich nur für die Querlenker innen (oben und unten) auf die PU-Variante zurückgegriffen. Seither empfinde ich das mit den Stößen genau wie Ralf es beschreibt. Allerdings tippte ich bislang eher auf die neuen Stoßdämpfer als "Übeltäter". Die Bilstein B6 sind ja bekanntlich deutlich härter. ...............


Das spricht dafür, daß die härteren Stöße doch von den Buchsen kommen.
Bei mir hat die Werkstatt, leider ohne Rücksprache, Monroe eingebaut. Unwahrscheinlich, daß sich Monroe und Bilstein gleich auswirken.


muecke hat geschrieben:.............................Bei mir hingegen hat die komplette Frischzellenkur der Vorderachse das Fahrverhalten deutlich besser gemacht. Es war aber auch wirklich schlecht vorher...........


Ich fand das Fahrverhalten vorher schon top. Eine Veränderung sehe ich nur im Aufschaukeln des Busses wenn man ruckartig losfährt. Das macht er nicht mehr, schade eigentlich, das war nett spektakulär.

Grüße
Ralf

xfranzx
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Re: PU Fahrwerksbuchsen oder lieber original?

Beitragvon xfranzx » Di 13. Nov 2018, 20:24

aus meinem 2WD kann ich berichten, das die Zugstrebengummis eine sehr kurze halbwertszeit haben (10-15tkm).
Hab mich durch alle Händler probiert, letztes Jahr wars mir dann zu viel und ich habe die Zugstrebengummis auf PU umgebaut.
Die inneren Lager hats in 4 Jahren/80.000km zerlegt. Hab ich der einfachheit auch PU genommen.
Bisher bereue ich nix. Aber am rest würde ich eher zu Gummi tendieren, damit einfach etwas flexibilität im Fahrwerk vorhanden bleibt.
Bei den Lagern der "Hufeisen", also der oberen Querlenker, heist es, das es nach einiger zeit zum Quietschen kommt.

Ansonsten ist ein komplett neues Gummifahrwerk mit neuen Stoßdämpfern schon immer eine Wohltat was das Fahrverhalten angeht!
2WD: Whitestar, AFN @ Audi A4-Getriebe, Alltagsschlampe
4WD: 14" Österr.Funkbus, Werkshochdach -> goes Camper... irgendwann


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